Die letzte Seite...?

Veröffentlicht am 17. September 2026 um 10:42

Und irgendwann verstand sie:
Sie musste nicht mehr werden.
Nicht stärker. Nicht angepasster. Nicht weniger sensibel.
Sie durfte einfach immer mehr sie selbst werden.


Sie hatte gelernt, dass Feinfühligkeit keine Schwäche ist. Dass Grenzen nicht trennen müssen. Dass Selbstfürsorge kein Luxus ist. Und dass man nicht für jeden Menschen verständlich sein muss, um richtig zu sein.


Auf ihrem Weg hatte sie Menschen begleitet, wieder ein Stück näher bei sich selbst anzukommen. Sie hatte zugehört, gefragt, ausgehalten und manchmal einfach nur den Raum gehalten, bis jemand sein eigenes Licht wiedersehen konnte.


Und irgendwann öffnete sich auf diesem Weg noch eine andere Tür.
Eine, die eigentlich schon lange da gewesen war.
Die Verbindung zu den Tieren.


Sie begann, noch feiner hinzuhören. Nicht nur auf Worte, sondern auf Bilder, Gefühle, Wahrnehmungen und all die leisen Botschaften, die entstehen können, wenn wir bereit sind, wirklich zuzuhören.


Die Tierkommunikation wurde für sie zu einer weiteren Brücke.
Einer Brücke zwischen Mensch und Tier.
Nicht, um alles zu wissen.
Nicht, um zu bewerten.


Sondern um achtsam zuzuhören, besser zu verstehen und Verbindung möglich zu machen.
Vielleicht passte genau deshalb alles zusammen.
Die systemische Beratung.
Ihre Sensibilität.
Die Tierkommunikation.
Ihre Liebe zu Menschen und Tieren.


Und dieser Wunsch, niemandem einen Weg vorzuschreiben, sondern dabei zu helfen, den eigenen zu entdecken.


Und irgendwo zwischen tiefen Gesprächen, Katzenpfoten, Büchern, einer ziemlich beachtlichen Menge Kaffee und einem rot-weißen Leuchtturm erkannte sie plötzlich den roten Faden ihrer Geschichte:
Verbindung.


Die Verbindung zu anderen.
Die Verbindung zu unseren Tieren.
Und vor allem die Verbindung zu uns selbst.


Sie wusste inzwischen:
Ein Leuchtturm läuft keinem Schiff hinterher.
Er überzeugt niemanden, seinen Kurs zu ändern.
Er steht einfach da und leuchtet.


Vielleicht war genau das ihre Aufgabe.
Nicht anderen den Weg zu zeigen.
Sondern einen Raum zu schaffen, in dem Menschen – und manchmal auch Mensch und Tier gemeinsam – wieder spüren können, was längst da ist.


Sie nahm ihre Kaffeetasse.
Neben ihr zwei Katzen.
Vor ihr das Meer.
Hinter ihr viele Geschichten.


Und vor ihr noch ziemlich viele ungeschriebene Seiten.
Sie lächelte.


Denn das größte Abenteuer ihres Lebens war noch lange nicht vorbei:
das Abenteuer ICH.


Und vielleicht auch ein kleines bisschen:
das Abenteuer WIR.


Empathisch. Sensibel. Stark.
Fortsetzung folgt. 


Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.